Forschungslabor

Zellbiologie

 
Das Projekt „Senescence von hämatopoetischen Stamm-, und Progenitorzellen“ befasst sich mit der Alterung von hämatopoetischen Stammzellen. CD34+ Stammzellen aus Nabelschnurblut werden langzeitkultiviert, wobei zu definierten Zeitpunkten Proben für Zellzahl (Expansion), durchflusszytometrische Charakterisierung, Apoptose, Zellzyklus, Telomerlänge, Telomerase-Aktivität, Cyclin-Expression und die qualitative Analyse durch LTC-IC und CFU entnommen werden.
 
 
Die Studie „Etablierung eines optimierten und standardisierten Auftauprozesses von hämatopoetischen Stammzellen“ beschäftigt sich mit der Untersuchung der optimalen Auftaubedingungen von Stammzellprodukten. Die vom Spender gewonnenen Stammzellen werden tiefgefroren und für den Gebrauch wieder aufgetaut, wobei es zu einer Schädigung der enthaltenen Zellen kommt. Die Ergebnisse der Studie sollen der Optimierung der Stammzelltransplantation dienen, um die Langzeitfunktion des Transplantates und damit die Überlebenschance der Patienten zu verbessern.
 
 

Tetrameranalyse

 
Als Tetrameranalyse bezeichnet man die quantitative Messung antigenspezifischer T-Lymphozyten, verbunden mit einem Zytokin-Sekretions-Assay, der zur Messung der durch ein Antigen stimulierbaren antigenspezifischen T-Lymphozyten dient. Die Identifizierung von antigenspezifischen T-Lymphozyten erfordert das Erkennen des T-Zell Rezeptors durch einen Klasse I MHC/Peptid-Komplex. Dies wird unter Verwendung eines Klasse I MHC Tetramers durchgeführt.
 
 

Virusspezifische CD8+ T-Zell Stimulation

 
Diese Methode dient als Ergänzung zur Tetrameranalyse, wobei unabhängig vom HLA-Typ des Patienten, die Stimulationsfähigkeit der CD8+ T-Lymphozyten gemessen wird. Es werden folgende Antigene ausgetestet: CMVpp65, EBV-BMLF1, EBV-BZLF1, EBV-EBNA1, EBV-LMP2A, ADV5-Hexon, HHV6.
 

Herstellung antigenspezifischer T-Lymphozyten

 
Cytomegalievirus (CMV) und Epstein-Barr Virus (EBV) gehören zur Herpesfamilie und sind vor allem bei abwehrgeschwächten Patienten (vor allem Empfängern von allogenen, T-Zell depletierten Stammzelltransplantaten) verantwortlich für eine signifikante Mortalität. Deshalb ist die Wiederherstellung der zellulären Immunität von enormer Bedeutung, um eine virale Reaktivierung zu verhindern. Um dies zu gewährleisten werden Spenderzellen mit rekombinanten Virusproteinen in Kultur gesetzt und anschließend alle Interferon-gamma produzierenden Zellen mittels Selektion separiert. Diese Zellsuspensionen mit CMV-spezifischen T-Lymphozyten können den Patienten bei CMV-Reaktivierung oder Erkrankung transfundiert werden.
 
 
Das Projekt „Strahleninduzierte DNA-Doppelstrangbrüche“ (gemeinsam mit Univ.- Prof. Dr. Erich Sorantin, Klinische Abteilung für Kinderradiologie) soll die individuelle Strahlenempfindlichkeit bei Kindern erfassen. Analysiert werden Doppelstrangbrüche, die mittels Immunfluoreszenz mit dem Antikörper Anti-phospho-Histone H2A.X sichtbar gemacht werden können.
 
 
In Entwicklung befinden sich folgende Analysen:
 
  • STR (Short tandem tepeat)-Chimärismusanalysen mittels AmpFlSTR™ Profiler™ Plus PCR Amplification Kits sowohl für Gesamtleukozyten als auch deren Subpopulationen
  •  Die Analyse der Telomerlänge mittels SYBR Green I RealTime PCR
  • Etablierung einer FISH-Analyse (Fluoreszenz In Situ Hybridisierung) zur Detektion allogener und autologer TREC+ T-Lymphozyten
  • Bestimmung von KRECs (Kappa deleting recombination excision circles) zum Monitoring der B-Zell-Rekonstitution nach Stammzelltransplantation sowie zur Erkennung einer defekten B-Zellentstehung
 
Letzte Aktualisierung: 26.11.2014