Klinische Psychologie

Die mit der Diagnose einhergehenden Gefühle zu verarbeiten, die notwendigen Behandlungen und den monatelangen Klinikaufenthalt ins (Familien-) Leben zu integrieren und aktiv an der Therapie mitzuarbeiten stellen hohe Anforderungen an die Patienten und deren gesamte Familie. Neben den körperlichen Belastungen der Betroffenen durch die intensive Therapie können Ängste sowie Veränderungen im familiären, schulischen und beruflichen Umfeld das psychische Wohlbefinden von Patient und Familie beeinträchtigen und so den Heilungsprozess beeinflussen.

Im Vordergrund der Akuttherapie stehen neben der Unterstützung im Umgang mit der lebensbedrohlichen Krankheit, deren Behandlung und eventuellen Folgen in erster Linie die Stärkung der individuellen Bewältigungsstrategien, die Aktivierung von Ressourcen sowie die Förderung der Lebensqualität. Gemeinsam mit dem Patienten und seiner Familie werden die Ziele einer individuellen Begleitung festgelegt. Je nach Anliegen, Alter und Bedürfnis der Patienten wird in Gesprächen, im Spiel bzw. mit Hilfe von Übungen oder künstlerisch-kreativen Methoden an der Umsetzung dieser Ziele gearbeitet.

Der Schwerpunkt der psychologischen und psychosozialen Nachsorge liegt auf der Förderung der Lebensqualität nach überstandener Krankheit. Lebensqualität bedeutet für ehemalige Patienten Rehabilitation und Reintegration, also nicht zuletzt Selbständigkeit, ein funktionierendes soziales Gefüge, ein erfüllender Beruf und eine glückliche Partnerschaft. Noch während der ambulanten Nachsorge führt die Psychologin mit den Betroffenen zielgerichtete Gespräche, um weitere Maßnahmen für eine umfassende Rehabilitation von Patienten, Eltern und Geschwistern empfehlen zu können.


Die klinisch-psychologische Versorgung im stationären Bereich und in der Nachsorge orientiert sich an der empirisch fundierten Leitlinie der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft in der Pädiatrischen Onkologie und Hämatologie (Link:
http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/025-002.html) und basiert damit auf den gültigen Qualitätsstandards und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen der pädiatrischen Psychoonkologie. Die Bereiche der Krankheitsverarbeitung, Lebensqualität und Reintegration stehen auch im Mittelpunkt der abteilungsinternen psychoonkologischen Forschung.

 

KONTAKT

 

Klinische Abteilung für pädiatrische Hämato-/Onkologie
Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde
Auenbruggerplatz 38
A-8036 Graz

 

Stationärer Bereich:
 

Mag. Andrea Mohapp
Klinische und Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin
Tel. +43 (316) 385-84514; andrea.mohapp@klinikum-graz.at

Mag. Karin Wiegele
Klinische und Gesundheitspsychologin
Tel. +43 (316) 385-84513;  karin.wiegele@klinikum-graz.at
 
Ambulante Nachsorge:
 
Mag. Christine Fürschuß
Klinische und Gesundheitspsychologin
Tel. +43 (316) 385-84498; christine.fuerschuss@klinikum-graz.at
 
 
 

 

 

Letzte Aktualisierung: 14.06.2019