Forschungs- und Studienassistenz

Die Erfolge in der Behandlung von Krebs im Kindes- und Jugendalter beruhen zum Großteil darauf, dass Patienten nach Therapieoptimierungsstudien behandelt werden. Seit 1991 ist die Abteilung österreichisches Koordinationszentrum für klinische Studien zur Behandlung gewisser bösartiger Tumore des ZNS (Medulloblastome, Ependymome) im Kindes- und Jugendalter. In über 20 Jahren wurden hier die Daten von mehr als 300 Kindern und Jugendlichen, die an diesen Tumoren erkrankten, erfasst und bearbeitet. Klinische Studien, an denen viele Behandlungszentren in verschiedenen Ländern teilnehmen, gewährleisten eine flächendeckende Behandlung nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Sie dienen darüber hinaus der Qualitätssicherung und dem Informationsaustausch zwischen den behandelnden Ärzten. Bei den meisten klinischen Studien handelt es sich um rein akademische Studien, d.h. sie werden weder durch öffentliche Mittel noch durch die pharmazeutische Industrie finanziert bzw. unterstützt. Aufgrund der Seltenheit der Erkrankungen und der dadurch bedingten geringen Patientenzahl pro Behandlungszentrum ist die Studienplanung und -durchführung bei Kindern sehr aufwendig und mit beträchtlichem organisatorisch-administrativen Aufwand verbunden. Diese organisatorisch-administrativen Tätigkeiten werden – in enger Kooperation mit dem Koordinierungszentrum für Klinische Studien der Medizinischen Universität Graz – überwiegend von medizinischen Forschungs-, und Studienassistentinnen (FSA) ausgeführt. Zu deren Aufgaben zählen darüber hinaus die Erhebung, Verarbeitung und Auswertung von medizinischen Daten und Basisinformationen. An der Abteilung arbeiten 2 FSA und 1 Projektmanagerin für klinische Studien, die ausschließlich von der Steirischen Kinderkrebshilfe finanziert werden.
 
Letzte Aktualisierung: 26.11.2014